top of page

Anti-Aging – warum der Begriff für mich nicht ganz passt

Christine Weber
13. Aug.
2 Min. Lesezeit

Der Begriff „Anti-Aging“ ist aus der Kosmetik kaum wegzudenken. Auch ich verwende ihn, denn er ist bekannt und jeder weiß sofort, worum es geht. Trotzdem merke ich immer häufiger, dass er nicht ganz zu meiner persönlichen Haltung passt – und auch nicht zu dem, was ich mir für meine Kundinnen wünsche.


Was bedeutet Anti-Aging eigentlich?


Mit den Jahren verändert sich unsere Haut. Sie kann trockener werden, an Spannkraft verlieren und Fältchen können sichtbarer werden. Pflegeprodukte und Anti-Aging-Behandlungen sollen diesen Veränderungen entgegenwirken, die Haut unterstützen und sie möglichst lange frisch, glatt und vital aussehen lassen.


Wörtlich bedeutet „Anti-Aging“ allerdings „gegen das Älterwerden“. Und genau daran störe ich mich zunehmend. Denn bei meiner Arbeit geht es für mich nicht darum, gegen das Alter anzukämpfen oder ein Gesicht möglichst jung aussehen zu lassen.


Älterwerden ist kein Makel


Älter werden zu dürfen, ist ein Geschenk – und nichts, wogegen wir ankämpfen sollten.


Die Veränderungen, die wir im Laufe der Zeit an unserer Haut und in unserem Gesicht wahrnehmen, gehören zum Leben dazu. Sie bedeuten nicht, dass mit uns oder unserem Aussehen etwas nicht stimmt.


Das heißt aber auch nicht, dass wir jede dieser Veränderungen mögen müssen.


Hautpflege und Akzeptanz schließen sich nicht aus


Für mich steht diese Haltung nicht im Widerspruch zu wirksamen Anti-Aging-Behandlungen. Wir dürfen uns eine frischere, glattere oder straffere Haut wünschen und uns über sichtbare Ergebnisse freuen.


Entscheidend ist für mich, dass dahinter nicht der Druck steht, einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen zu müssen. Wir tun etwas für unsere Haut, weil wir uns in ihr wohlfühlen möchten – nicht, weil mit uns oder unserem Gesicht etwas nicht stimmt.


Was das für meine Behandlungen bedeutet


Ich möchte die Haut in ihrer jeweiligen Lebensphase verstehen und sie genau dort unterstützen, wo sie es braucht. Dabei darf sich das Hautbild sichtbar verbessern. Aber die Behandlung soll niemals vermitteln, dass das Alter oder die Zeichen, die es mit sich bringt, korrigiert werden müssten.


Oder anders gesagt:


Ich möchte das Hautbild verbessern – nicht den Menschen korrigieren.


Eine Haut, die frischer und glatter wirkt, ist ein schönes Ergebnis. Noch wichtiger ist mir aber, dass meine Kundinnen sich in ihrer Haut wohlfühlen – ganz unabhängig vom Alter.


Welche Pflege oder Behandlung sinnvoll ist, hängt deshalb nicht allein vom Alter ab, sondern immer vom aktuellen Hautzustand und den persönlichen Wünschen. Genau darauf schaue ich bei meiner Beratung und meinen Behandlungen in meinem Kosmetikstudio in Ohlstadt.


Ich arbeite nicht gegen das Alter. Ich arbeite für die Haut.


Natürlich schön – professionell gepflegt.


Anti-Aging - wie passt das zu einer wertschätzenden Kosmetik?


 
 
 

Kommentare


bottom of page